Gesünder leben mit Grün
Zwar gibt es sehr natürlich wirkende Kunstseidenpflanzen, auf die klassische Topfpflanze sollten Sie aber trotzdem nicht verzichten.
Keimfreier Luftbefeuchter
Zimmerpflanzen wirken Experten zufolge in geschlossenen Räumen wie eine "Grüne Lunge". Als Nebenprodukt der Photosynthese erzeugen sie Sauerstoff und verbessern dadurch die Raumluft. Das Topfgrün kann die Luftfeuchtigkeit eines Raumes um bis zu zehn Prozent erhöhen: So gibt eine Pflanze mit großer Blattoberfläche am Tag fast einen Liter Wasser ab.
Schadstoffkiller
Da sie über ihre Blätter Flüssigkeit verdunsten tragen die Pflanzen zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit bei, sie binden Staub und können Schadstoffe aus der Luft herausfiltern. Spezielle Enzyme in Blättern und Stielen wandeln die aufgenommenen Gifte in harmlosere Stoffe um, die von der Pflanze weiter verwertet werden.
Besonders empfehlenswert: Gerbera (liebt geradezu Benzol, also eine ideale Pflanze für Raucherwohnungen), Chrysantheme (hat eine Schwäche für Formaldehyd und Lackdämpfe aller Art), Drachenbaum, Grünlilie, Efeu und Orchideen.
Allerdings müssten Büro oder Wohnung in einen Dschungel verwandelt werden, um die Luft darin allein mit Zimmerpflanzen rein zu halten. Effektiver sind sogenannte Pflanzen-Filtersysteme bei denen Mikroben, die im Wurzelbereich der Pflanzen leben, die Schadstoffe abbauen. Bei diesem System ist der Pflanztopf mit einem Gemisch aus Blähton und Aktivkohle gefüllt, die aus der durch sie hindurchgeleiteten Luft die Giftstoffe abfangen. Die Giftstoffe setzen sich im Filter ab, und die Bodenbakterien nehmen sie auf. Jedoch sollte der Filter gelegentlich erneuert werden.