Leder und seine Eigenschaften:
Leder ist ein echtes Natur-Erlebnis und wird seit Jahrtausenden geschätzt. Es bietet Vorteile, die von keinem anderen Polsterbezug erreicht werden kann: Hautsympathisch – wie eine zweite Haut; atmungsaktiv, Feuchtigkeits-Austausch; strapazierfähig und damit wertbeständig; antistauballergisch, weil Staub nicht eindringen kann; sehr elegant, nobel und zeitlos schön, denn das Leder wird mit zunehmendem Alter noch schöner.
Naturmerkmale echten Leders
Die Echtheit des Leders unterstreichen teilweise Naturmerkmale, die keine Minderung der Qualität bedeuten.
Hier die wichtigsten Naturmerkmale: Insektenstiche und kleine Faulstellen zeigen sich durch dunkle Punkte auf der Lederhaut. Mastfalten treten im Nackenbereich der Haut auf und verleihen ein kernig-rustikales, von Kennern geschätztes Bild. Hornstöße und Abschürfungen sind Folgen des natürlichen Lebens der Tiere. Striegelrisse sind typische Naturmerkmale und zugleich Kennzeichen von gut gepflegtem Vieh. Heckenrisse und Adern sind typische Merkmale für echtes Leder.
Die wichtigsten Lederarten
Anilinleder (Nappaleder naturbelassen)
Griff/Oberfläche: Weich und warm, offenporig mit hoher Wasserdampfdurchlässigkeit, beste Rohhautqualität.
Pflege: Feucht abwischen mit milder Lauge aus Neutralseife oder mit einem speziellen Anilinpflegemittel.
LongLife-Leder
Griff/Oberfläche: Weich und angenehm warm, Poren fast offen, hohe Atmungsaktivität, Durchfärbung und leichte Oberflächenpigmentierung.
Pflege: Feucht, 2–3mal jährlich mit Original LongLife-Pflegeset.
Semi-Anilinleder (Nappaleder, leicht pigmentiert)
Griff/Oberfläche: Weich und relativ warm, Poren zum Teil offen, Atmungsaktivität z.T. eingeschränkt, Rohhäute mit mehr Naturmerkmalen, keine Farbunterschiede (durch Pigmentierung), Unempfindlichkeit gegen Schmutz und Feuchtigkeit.
Pflege: Feucht abwischen mit Neutralseifenlösung oder mit Reinigungs- und Lederpflegemittel.
Gedecktes Leder (Nappaleder, pigmentiert)
Griff/Oberfläche: Kalte und glatte Oberfläche, Poren sind geschlossen, Rohhäute mit vielen Naturmerkmalen, durchgefärbt, schichttiefe Deckung mit Klarlack lackiert und anschließend, Naturmerkmale nicht mehr sichtbar, unempfindlich gegen Verschmutzung.
Pflege: Feucht abwischen mit Neutralseifenlösung oder mit Lederpflegemittel.
Wichtige Leder-Pflegetipps
Routinereinigung
Mit einem weichem Tuch abstauben oder mit einer Bürste absaugen.
Gründliche Reinigung (schonend) 1–2 mal jährlich (am besten nach der Heizsaison), Natur- oder Neutralseife in handwarmem, destilliertem Wasser auflösen und das Leder großflächig behandeln, mit klarem Wasser nachreiben und mit einem Wolltuch trocknen. Da durch das Waschen die Imprägnierung verloren geht, mit wenig Spezialpflege (neutrale, farblose Ledermilch, -balsam) nachreiben – das schützt und hilft, das Leder geschmeidig zu halten. Vor jeder Pflege reinigen!
Speisen- und Fettentfernung
Groben Schmutz mit Spachtel aus Holz o.ä. entfernen, danach Natur- oder Neutralseife in handwarmem destillierten Wasser auflösen und Leder großflächig behandeln, mit klarem Wasser nachreiben und mit Wolltuch trocknen.
Entfernen von Flüssigkeiten
Sofort mit saugfähigen Papier oder weißem Baumwolltuch aufsaugen, nicht reiben. Bei Bedarf Natur- oder Neutralseife in handwarmem destillierten Wasser auflösen und Leder großflächig behandeln, mit Wasser nachreiben und mit Wolltuch trocknen. Eventuell mehrmals nachbehandeln.
Je frühzeitiger Sie Flecken entfernen, desto
schonender ist dies für Ihr Leder-Polstermöbel.
Flecken immer vom äußeren Randpunkt nach innen reinigen. Die richtige Auswahl von Tuch, Reinigungsmittel und der Reinigungsablauf sind wichtig für eine erfolgreiche Fleckenentfernung. Auch wenn der Fleck noch so hartnäckig ist, zu lösungsmittelhaltigen Produkten, wie z.B. Terpentin, Fleckenentferner, Benzin u.ä. dürfen Sie nicht greifen.